Wanderausstellung und Zeitzeugengespräche
Zentraler Baustein in der Veranstaltungsreihe „25 Jahre nach Tschernobyl“: Jetzt buchen: Wanderausstellung und Zeitzeugengespräche
"25 Jahre nach Tschernobyl" heißt der Titel der Veranstaltungsreihe, die am 23. April in Dortmund begonnen hat und am 26. April 2011 in Berlin endet. Mehr unter www.ibb-d.de/tschernobyl.html und http://www.ost-west-initiativen.de/id-25-jahre-nach-tschernobyl.html.
Auf großes Interesse stößt die Wanderausstellung „25
Jahre Tschernobyl – Menschen- Orte – Zukunft“, die das Internationale
Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) im Rahmen der
Veranstaltungsreihe „25 Jahre nach Tschernobyl – Wege zu einer
transnationalen Erinnerungskultur“ interessierten Trägerkreisen in ganz
Deutschland anbietet.
Die 45 Schautafeln behandeln die zentralen Aspekte des Supergaus:
Den Einsatz der 600 000 so genannten Liquidatoren und ihre Schicksale,
die vernichteten Ortschaften im verstrahlten Gebiet aber auch die
engagierten Hilfsprojekte der europaweiten Solidaritätsbewegung und
Beispiele für die eingeleitete Energiewende. Die Informationen der
Schautafeln können ergänzt werden durch Besuche von Zeitzeugen der
Katastrophe, die von ihren Erfahrungen als Zwangsumsiedler oder
Liquidatoren aus erster Hand berichten.
„Unser Angebot zum 25. Jahrestag der Katastrophe findet ein
erfreulich großes Interesse bei den Initiativen in ganz Deutschland“,
freut sich Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH. Die
ersten Termine sind bereits vergeben. „Wir gehen inzwischen davon aus,
dass die Ausstellung in mehr als 25 Städten gezeigt werden kann.“ Für
Münster, Mülheim, Magdeburg und Frankfurt an der Oder sind die Termine
schon fest vereinbart. Mit mehr als 40 Städten steht das
Organisationsteam des IBB im Dialog.
Für die Organisation der regionalen Aktivitäten spricht das IBB
Initiativen und Unterstützer an, die sich zu so genannten Trägerkreisen
zusammenschließen. Jeder Trägerkreis erhält die Ausstellung jeweils für
eine Woche kostenlos und die Möglichkeit, Gesprächsrunden mit jeweils
zwei Zeitzeugen zu organisieren. Die Wanderausstellung wendet sich an
die breite Öffentlichkeit. Folglich können Kirchengemeinden und Schulen
eingebunden werden. Die Initiativen können zudem flankierend Lesungen,
Konzerte und Gesprächsabende veranstalten und ihre Arbeit vor Ort
vorstellen.
Umwelt- und Bürgerinitiativen, Tschernobyl-Gruppen,
Kirchengemeinden, Schulen oder Einzelpersonen, die sich für die
Wanderausstellung „25 Jahre Tschernobyl, Menschen – Orte – Zukunft“
interessieren und in ihrer Stadt einen Trägerkreis initiieren möchten,
wenden sich bitte an das IBB unter der Rufnummer 0231-952096-0.
Über die Veranstaltungsreihe „25 Jahre nach Tschernobyl“:
Die Ausstellung und die Zeitzeugen-Gespräche sind Teil der
Veranstaltungsreihe „25 Jahre nach Tschernobyl – Wege zu einer
transnationalen Erinnerungskultur“, die am 23. und 24. April 2010 mit
einem Vernetzungstreffen in Dortmund begonnen hat und nach sieben
weiteren Veranstaltungen am 26. April 2011 in Berlin endet.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB)
und die Stiftung Mercator wollen mit dieser Reihe in Kooperation mit
dem europäischen Verein EUSTORY sowie der Internationalen Bildungs- und
Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk einen Beitrag leisten, die mit
Tschernobyl verbundenen Fragen im europäischen Gedächtnis zu verankern.
Die Stiftung Mercator unterstützt das Gesamtprojekt mit 350 000 Euro.
