Trägerkreise bringen Wanderausstellung in mehr als 30 Städte
Einen exklusiven ersten Blick auf die neue Wanderausstellung „25 Jahre nach
Tschernobyl – Menschen – Orte – Solidarität“ warfen Vertreter von rund 40 Trägerkreisen am
Sonntag, 21. November 2010, in Dortmund. Das IBB präsentierte die Ausstellung in den Räumen der
Handwerkskammer Dortmund. Am 15. Januar 2011 wird die Ausstellung in Dortmund offiziell ihre
Wanderung antreten durch mehr als 30 Städte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Möglich wird die Wanderausstellung erst durch die aktive Mitarbeit von Trägerkreisen, die sich vor
Ort aus Vertretern von Tschernobyl-Initiativen und anderen Umweltorganisationen, kirchlichen
Gruppierungen, sowie Vertretern von Schulen und Volkshochschulen eigens zu diesem Zweck
gegründet haben. Sie organisieren selbstständig ein Begleitprogramm und ermöglichen in den
Städten Gespräche mit Zeitzeugen aus der Ukraine und Belarus. Die Besuche der Zeitzeugen und
ihre Anreise nach Deutschland organisiert das IBB. Für die Unterbringung vor Ort und für die
Abstimmung von Terminen mit Schulen, Kirchengemeinden und anderen interessierten Gruppen
sorgen die Trägerkreise selbst.
Das IBB erntete am Sonntag viel Lob. Biografische Erinnerungen von ehemaligen Liquidatoren und
Umsiedlern in Text- und Tondokumenten, ergänzt durch Fotos von Rüdiger Lubricht zeigen
anschaulich, wie die Ereignisse im Jahre 1986 bis heute nachwirken. „Die Erinnerungen der
Zeitzeugen festzuhalten und darzustellen, was sich nach der Katastrophe an Solidarität entwickelt
hat, war uns dabei ein besonderes Anliegen“, sagt IBB-Mitarbeiterin Sabrina Bobowski, die
zusammen mit Grit Tobis und Tobias Dienemann die Ausstellung erarbeitet. Denn erstmals
dokumentiert und würdigt die Ausstellung – die noch weiter wachsen wird – auch die europaweite
Solidaritätsbewegung, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Kontakte von Mensch zu Mensch
ermöglicht hat.
Die attraktive Präsentation sowie die Einbindung interaktiver Elemente sollen besonders die junge
Generation ansprechen. „Was damals 1986 in Tschernobyl passiert ist, wie es bis heute nachwirkt
und uns zu einem Umdenken in der Energiepolitik förmlich zwingt, wollen wir mit dieser Ausstellung
deutlich machen“, sagt Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund. „Die Ereignisse in
Tschernobyl und auch die einzigartige Geschichte der europaweiten Solidaritätsbewegung von unten
werden sonst eines Tages in Vergessenheit geraten.“
Weitere Informationen unter www.ibb-d.de.

